Die Formula Student

Die Formula Student ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb, der 1981 in den USA gegründet wurde und mittlerweile jährlich in 7 verschiedenen Ländern ausgetragen wird. Hauptveranstalter ist die weltgrößte Ingenieursvereinigung, die SAE (Society of Automotive Engineers).

 
1981 Gründung der Formula SAE, dem weltgrößten Ingenieurwettbewerb.
1998 Einführung der Formula Student in Großbritannien.
2000 Mit der Australasia lädt auch Australien zum Rennen ein.
2006 Auch Deutschland wird erstmals zum Austragungsort.

Hinter der Formula Student steckt die Idee, dass ein Unternehmen den Bau eines Rennwagen-Prototypen für Hobbyrennfahrer in Auftrag gibt. Das Fahrzeug muss bestimmte Eigenschaften erfüllen und dem entsprechend ist der Wettbewerb so konzipiert, dass alle Aspekte von der Konstruktion, über Kostenkontrolle, der Vermarktung bis hin zur Praxistauglichkeit bewertet werden.

Bei den jährlichen Wettkämpfen in den USA, Deutschland, England, Italien, Australien, Brasilien und Japan gehen die Boliden gegen ein großes, internationales Teilnehmerfeld an den Start.

Der Wettbewerb gliedert sich dabei in zwei Arten von Disziplinen, die sogenannten statischen („Static“) Events und dynamischen („Dynamic“) Events. Diese sind wiederum so unterteilt, dass sich insgesamt sieben Einzelwettbewerbe ergeben, bei denen jeweils Punkte vergeben werden. Aus der Addition der Punkte ergibt sich schließlich der Gesamtsieger, der „Overall Winner“. Daneben gibt es auch einige Sonderpreise, wie zum Beispiel den besten Newcomer.

Die Bewertung wird dabei von einer internationalen Jury aus Ingenieuren, Rennfahrern und Vertretern der Wirtschaft vorgenommen.

 

Das Reglement:

Das Reglement der Formula Student lässt den teilnehmenden Studenten viele Freiheiten, um so deren Kreativität zu fördern und Innovationen zu ermöglichen.

Einige wichtige Merkmale, die ein bei der Formula Student teilnehmendes Fahrzeug besitzen muss, sind zum Beispiel:

  • Otto-Viertakt-Motor mit maximal 610 cm³ und 20 mm Luftmassenbegrenzer
  • Monoposto (einsitziges Fahrzeug mit freistehenden Rädern)
  • Radstand mindestens 1525 mm

Die Wettbewerbssprache (Dokumente, Statische Events) ist ausschließlich Englisch, nur in Italien und Brasilien ist zusätzlich die jeweilge Landessprache erlaubt.

 

Die statischen Events:

 

„Presentation Event“ (75 Punkte):

Das Team präsentiert seinen Boliden in einem zehnminütigen Verkaufsgespräch. Dabei wird von der Annahme einer seriellen Produktion des Wagens ausgegangen. Das Team muss die Juroren von der Vorteilen ihres Produkts überzeugen.

 

„Cost Event“ (100 Punkte):


Den Juroren wird eine komplette Kostenaufstellung des Boliden vorgelegt.

„Design Event“ (150 Punkte):


Alle technischen Einzelheiten des Rennwagens werden nach Idee und Umsetzung bewertet.

Die dynamischen Events:

 

„Skid-Pad“ (50 Punkte):


Rennen gegen die Uhr in einer liegenden Acht bei konstantem Kurvenradius.

„Acceleration“ (75 Punkte):


Beschleunigungstest auf gerader Strecke von 75 m Länge.

„Autocross“ (150 Punkte):


Rennen gegen die Uhr auf engem Rundkurs, dabei wird vor allem die Manövrierbarkeit des Rennwagens auf die Probe gestellt.

„Endurance Event“ (300 Punkte +- 100 Punkte für leistungsabhängigen Benzinverbrauch):


Rundkurs über 2 mal 11 km mit dazwischen liegendem Fahrerwechsel im direktem Wettbewerb und anschließender Verbrauchsmessung.

 

Bilder

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